HAVE - A - BREAK
Raum und Zeit
MULADHARA CHAKRA

oder auch Wurzelchakra
STABILITÄT und URVERTRAUEN
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Ich bin sicher, geerdet und verbunden.
Ich akzeptiere mich selbst und vertraue auf meine innere Stärke.
Ich bin in der Lage, meine Bedürfnisse zu erfüllen und wohlhabend zu sein.
Ich bin in meiner Mitte..
Ich lehne mich vertrauensvoll zurück.
Alles kommt, alles geht, alles regelt sich.
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Wie schön, dass die energetische Dimension des Menschen Dein Interesse weckt.
Auch wenn wir hier grundsätzlich von angenommenen subtilen Energiezentren sprechen,
da wissenschaftlich nicht belegt,
sind sie sehr wohl aber
im tantrischen Hinduismus, im tantrisch-buddhistischen Vajrayana,
im Yoga, sowie in einigen esoterischen Lehren
tief verankert.
Sehen wir Körper, Geist und Seele als eine Einheit,
kommen wir nicht umhin, auch den feinstofflichen Körper in unsere Betrachtung mit einzubeziehen.
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In der Fortsetzung der vorausgegangenen Artikel,
zu den Themen 'Der subtile Körper', 'Fünf Koshas' und 'Sieben Chakren',
finde hier nun einen ersten Einblick
in die Qualitäten, Verbindungen, Auswirkungen und Möglichkeiten, die das 1te Chakra an der Basis, das Wurzelchakra, mit sich bringt.
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Das Muladhara Chakra,
auch bekannt als das Wurzelchakra,
ist das erste der sieben Chakren in unserem energetischen System.
Es spielt eine zentrale Rolle für unser Gefühl von Sicherheit, Stabilität und Erdung.
Es befindet sich im Bereich tief unten in der Beckenschaufel, am unteren Ende der Wirbelsäule,
zwischen den Sitzbeinhöckern, Steiß- und Schambein.
Dreht sich das Wurzelchakra ausgeglichen,
erfahren wir in dessen Wirkung Erdung, Beruhigung, Stabilität und Vertrauen.
Es korrespondiert mit allen Ebenen - körperlich, emotional, mental und spirituell.
Wir fühlen uns sicher, gelassen, ruhig und verbunden. Ausbalanciert gibt es uns das gewisse Gefühl von Zuhause und bindet uns in die Geschichte unserer Vorfahren, unserer Herkunft ein. Mit dem Grundprinzip der Selbsterhaltung und dem körperlichen Willen zum Sein,
bietet es uns grenzenloses Urvertrauen
und damit Freiheit im Hinblick auf Sorgen,
unsere materielle Existenz betreffen.
Verbunden ist das Muladhara Chakra
u.a. mit der Nebennierenrinde.
Hier werden Stresshormone produziert,
woraus sich auch erklärt,
warum eine Dysbalance u.a. Gefühle von Angst, Panik, Erschöpfung und Unruhe mit sich bringen kann. Wir versinken förmlich im Chaos und werden nachlässig, fangen gefühlt 1000 Dinge gleichzeitig an, ohne etwas zu Ende zu bringen.
Uns fehlt Verbindung,
uns fehlt Sicherheit und Vertrauen.
Wir begegnen einem Mangel an Gelassenheit, vielleicht sogar Gesundheit.
Die darüber hinaus gehende Verbindung des Wurzelchakra zu allem Knöchernen,
schlägt die Brücke zu körperlichen Schmerzen
im Bewegungsapparat (unterer Rücken und Beine)
als möglichen Zusammenhang mit einer Dysbalance. Zur verbundenen physischen Ebene zählen hier aber auch die Zähne, Nägel und natürlich die gesamte Wirbelsäule.
Energetisch ist das Wurzelchakra zudem auch eng mit dem Darm verbunden.
Betrachten wir den Darm und seine Funktionen als Spiegel der Seele, macht diese Verbindung deutlich, warum uns mangelnde Stabilität,
Erdung und fehlendes Urvertrauen
im wahrsten Sinne des Worte auf den Magen und damit auf unsere Verdauung schlägt.
'Last but not least'
steuert auf energetischer Ebene
das Muladhara Chakra
die Bildung und Qualität der Körpersäfte, einschließlich Blut, Lymphe und Verdauungssäften.
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Das Lesen dieser Zeilen haben Dir vielleicht schon den einen oder anderen Aha-Moment beschert,
Dich zum Nachdenken angeregt.
Nachstehend habe ich für Dich noch einige Informationen und Ideen zur Harmonisierung zusammengestellt. Ich verspreche Dir, der eine oder andere Kreis, wird sich sicher für Dich schließen können, bewusst oder unbewusst...
Und ich bin mir sicher, der eine oder andere Impuls, für Deine Praxis, nicht nur auf, sondern auch neben der Matte, ist sicherlich dabei.
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verbundenes ELEMENT
Erde
Die Verbindung erklärt sich aus der Symbolik von Stabilität, Fundament und Verwurzelung.
Das Muladhara Chakra repräsentiert die körperliche Existenz und das Überleben.
Es ist für das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit verantwortlich.
Diese Erdverbindung fördert ein starkes Gefühl der Identität und des Zugehörigkeitsgefühls zur physischen Welt.
verbundener SINN
Geruch
Dieser Sinn ist ein grundlegender Teil unserer Wahrnehmung der Umwelt und hilft uns,
Gefahren oder Nahrungsquellen wahrzunehmen, was für unser Überleben entscheidend ist.
Der Geruchssinn hat auch eine direkte Verbindung zu unseren instinktiven Reaktionen und Erinnerungen,
die mit Sicherheit und Geborgenheit verknüpft sind.
Dies spiegelt die fundamentalen Themen des Muladhara Chakra wider.
Auch wenn sich letztlich alle Chakren durch Düfte harmonisieren lassen, wird das Ausmaß der Wirkung hier beim Wurzelchakra besonders deutlich.
stärkendes BIJA-MANTRA
LAM
Dieses kraftvolle Mantra kann in Meditationen verwendet werden,
um die Energie des Muladhara Chakra zu aktivieren
und die Arbeit mit diesem Chakra ,auf spritiueller Ebene, zu verstärken.
Dabei ist es irrelevant, ob Du es ins Außen schickst oder still für Dich im Geiste rezitierst.
verbundene AURA-FARBE
tiefes Rot
Rot symbolisiert Energie, Stärke und Vitalität, was die fundamentale Natur des Wurzelchakra widerspiegelt.
Es steht für die Verbindung zur Erde und den physischen Aspekten des Lebens,
wodurch es als Zentrum für die Lebensenergie und die grundlegenden Instinkte fungiert.
zugehöriges KRAFTTIER
Elefant
Er verkörpert Stärke, Geduld und eine tiefe Verbundenheit zur Erde,
was mit den grundsätzlichen Qualitäten des Wurzel-Chakras einhergeht.
EDELSTEINE zur HARMONISIERUNG
Edelsteine wie z.B. Roter Jaspis, Rubin und Granat fördern die Stabilität und Erdung des Muladhara Chakra.
Sie können in Meditationen verwendet oder als Schmuck getragen werden.
RÄUCHERSTOFFE und AROMEN zur UNTERSTÜTZUNG
Düfte wie z.B. Sandelholz, Zedernholz, Patchouli und Vetiver haben erdende Eigenschaften
und unterstützen die energetische Arbeit mit dem Muladhara Chakra.
Auch Nelke, Zimt, Rosmarin eignen sich gut.
Räucherstoffe u.a. Weihrauch, Myrrhe und Drachenblut helfen,
die Energie des Muladhara Chakras zu harmonisieren und die Verbindung zur Erde zu vertiefen.
Sie sind erdig, holzig, warm und tief und helfen dabei, Blockaden zu lösen und die Verbindung zur Erde zu stärken.
FREIZEITAKTIVITÄTEN zur BALANCIERUNG
Alle Aktivitäten, die die Erdung fördern,
wie Gartenarbeit, Wandern, Waldbaden oder auch einfach nur die Natur genießen sind ideal,
um die Energie des Muladhara Chakra zu stärken.
Insbesondere das Barfußlaufen stärkt unsere Verbindung zur Erde.
Ebenfalls entfaltet die Arbeit mit den Händen mit Sand, Ton oder Teig eine harmonisierende Wirkung.
YOGA zur HARMONISIERUNG
Die absolute Peak Pose, um das Muladhara Chakra zur stärken, ist die Hocke (Malasana).
Gleichfalls stärken aber auch Standhaltungen und Vorbeugen unser Fundament und damit die Verbindung zur Erde.
Der herabschauende Hund (Adho Mukha Svanasana) z.B. gibt uns sogar die Möglichkeit,
uns über vier Basispunkte intensiv und bewusst zu verwurzeln.
Das Kind (Balasana) verbindet das 1te Chakra 'Muladhara' (Wurzel) mit dem 7ten Chakra 'Sahasrara' (Krone)
und stellt damit die Verbindung zwischen Stabilität und Freiheit her.
Auch das Stirnchakra (Ajna), das 3te Auge wird in dieser Pose angesprochen.
Die Verbindung zwischen dem Wurzel- und Stirnchakra ist sehr stark. Dies lässt sich dadurch erklären, dass die Energiekanäle (Nadis) ihren Anfang im Wurzelchakra und ihr Ende im Stirnchakra finden.
NAHRUNGSMITTEL zur STÄRKUNG
Um die Energie des Muladhara Chakra zu stärken, sind erdige Nahrungsmittel wie Wurzelgemüse
(z.B. Karotten, Rüben, Radieschen, Pastinaken, Kartoffeln, Rote Beete und Zwiebeln) empfehlenswert, da sie für Erdung, Stabilität und Sicherheit sorgen. Auch Kurkuma, Ingwer und Knoblauch reihen sich hier ein.
Rote Früchte (Äpfel, Erdbeeren, u.a.) und auch Tomaten und Prapika teilen die Resonanzfarbe und wirkend erdend.
Sie schenken Kraft, Lebendigkeit und fördern unser Sicherheitsempfinden.
Auch wärmende Gewürze wie Zimt und Cayennepfeffer, Nelke und Kreuzkümmel eignen sich gut zur Unterstützung.
Weiterhin nähren Eier und Hülsenfrüchte (z.B. Linsen, Bohnen, Erbsen, Erdnüsse) unser Wurzelchakra.
TADASANA / QUICKIE in allenLebenslagen
Der Berg, die Ur-Yogahaltung, können wir in jeder Lebenslage einnehmen.
Ob in der Schlange an der Supermarktkasse, an der Bushaltestelle oder auch im Sitzen im Büro, Zug oder Restaurant.
Entscheidend ist hier die Ausrichtung und Erdung, damit sich die Wirkung entfalten kann.
Liegend machen wir daraus SAVASANA, die Totenhaltung und können uns auch in dieser entsprechend ausrichten.
ATEM - PRANA - LEBENSENERGIE / IMMER und ÜBERALL dabei
Schon die tiefe Bauchatmung hat eine tiefe erdende Wirkung.
Bringen wir hier dann zunächst unsere Atemzüge auf eine gleiche Länge, zentriert uns dies.
Verlängern wir unseren Ausatem im Vergleich zum Einatmen bringt uns dies noch weiter in die Ruhe
und fährt unser Nervensystem merklich herunter.
Die Zunge dabei glatt am oberen Gaumen abzulegen, verstärkt noch die Wirkung.
Fällt es Dir anfangs noch schwer, bis tief in den Bauch zu atmen,
leg Dir eine Hand auf denselben und atme bewusst gegen die Hand.
Die Beobachtung des Atemflusses hat zudem eine meditative Wirkung.
Generell gilt, es muss sich immer und rundum gut anfühlen!
Gerade, wenn Du grundsätzlich zu flach atmest, wird hier wesentlich mehr Sauerstoff transportiert,
was anfangs durchaus zu Unwohlsein oder Schwindel führen kann.
Bei einem gesunden Herz-Kreislaufsystem ist auch SAMAVRTTI eine wundervolle und wirksame Atemtechnik.
Hier halten wir unsere Atemzüge zunächst gleich lang und spüren in uns hinein, ob wir uns mit dem Rhythmus wohlfühlen.
Ist dem so, bedienen wir uns jeweils zwischen den Atemzügen einer ebenso langen Atempause.
Achtung:
Keine Atempause während der Schwangerschaft!!!
MUDRA / AUCH unsere HÄNDE sind VERBUNDEN
CHIN MUDRA
Führe jeweils Daumen und Zeigefinger zueinander, so dass sie sich sanft berühren und drehe Deine Handflächen nach unten.
Diese Handhaltung entfaltet eine erdende, zentrierende Wirkung.
Alle 7 Chakren finden auch in unseren Händen ihre Entsprechung. Dazu an späterer Stelle mehr.
Mit diesem Mudra verbinden wir 3 Chakren.
Im Daumen findeet sich das 2te Chakra (Nabel), im Zeigefinger das 5te Chakra (Kehle)
und am Übergang der Handinnenseite zum Handgelenk findet sich die Entsprechung des 1ten Chakra (Wurzel).
Drehen wir nun also die Handflächen nach unten und legen unsere Hände ab, stimulieren wir das Muladhara Chakra sanft.
AFFIRMATIONEN schaffen Verbindung und BEWUSSTSEIN
Ich akzeptiere die Erde als Begrenzung und nehme dadurch ihre Stabilität wahr.
Ich vertraue der Sicherheit der Erde, die mich trägt und nährt.
Ich nehme Herausforderungen gelassen an und weiß, dass ich ihnen gewachsen bin.
Ich habe das Recht zu sein.
Ich vertraue dem Leben.
Ich vertraue darauf, dass alles gut ist, wie es ist.
Ich bin geerdet.
Ich bin in meiner Mitte.
Deiner Ideenvielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt.
Formuliere in Deinen eigenen Worten, kurz, klar und prägnant und formuliere Dein erreichtes Ziel.
Ich lade Dich ein, Deinen Atem immer mal wieder von einer Affirmation begleiten zu lassen.
Lass dabei eine Hälfte Deinen Einatem, die andere Deinen Ausatem begleiten. Probiere Dich aus!
MEDITATION schafft BALANCE und VERBINDUNG
Bei einer Meditation für das Wurzelchakra ist eine sitzende oder liegende Position empfehlenswert,
um die Verbindung mit Mutter Erde und ihre Stabilität bewusst wahrnehmen zu können.
Es gibt einige Kernpunkte, wobei der Fokus auf einen oder mehrere gerichtet werden kann.
Visualisierung eines tiefen roten Lichts, dass den Bereich tief in Deinem Becken erfüllt, gibt Wärme, Kraft und Geborgenheit.
Tiefe Bauchatmung mit besonders langem Ausatem bringt Ruhe und beruhigt das Nervensystem.
Lass hier den Atem tief in Dein Becken und weiter in die Erde fließen.
Imagination von Wurzeln, die Dich mit Mutter Erde verbinden schafft ein Gefühl von Halt und Stabilität.
Sie wachsen aus Deinem Becken heraus bis tief hinein in die Erde.
Das Bijam-Mantra LAM oder auch eine Affirmation kann Dich begleiten. Das Mantra kannst Du chanten oder rezitieren.
Auch eine Affirmation, Dein Herzens-Mantra, kann Deine Meditation stützen und begleiten.
STRATEGIE
Ersetzen wir Furcht durch Hoffnung!
Beides sind Projektionen in die Zukunft, die unser Handeln beeinflussen,
Furcht ist negativ belegt, Hoffnung hingegen positiv.
Energie folgt immer der Aufmerksamkeit. In diesem Sinne tun wir gut daran, sie positiv auszurichten.
Je mehr wir in uns Ruhen,
desto mehr wir in unserer Mitte sind,
desto leichter fallen uns Organisation
und das Meistern des Alltags,
desto leichter fällt uns der Umgang mit Veränderungen im Außen,
desto besser können wir mit Konflikten umgehen,
desto pragmatischer können wir handeln,
desto leichter fällt es uns,
dem Leben ein großes JA entgegenzubringen,
zu agieren statt zu reagieren.
Je mehr wir in uns ruhen,
je mehr wir verbunden sind,
desto weiter können wir
über uns hinauswachsen.
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'Root to Rise'
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"Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen."
(Anton Bruckner)
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Zusammengefasst ist das Muladhara Chakra von großer Bedeutung für unser Wohlbefinden.
Eine gute Balance dieses Chakras ermöglicht uns,
im Hier und Jetzt zu leben, uns sicher und geerdet zu fühlen und die Herausforderungen des Lebens mit Vertrauen zu meistern.
Egal, ob du dich auf die physische oder energetische Ebene konzentrierst,
das Muladhara Chakra ist der Schlüssel zu einem stabilen und ausgeglichenen Leben.










